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Die Tage des gemeinsamen Lebens im April 2006

"Dein Wort ist meinem Fuß eine Leuchte, ein Licht für meine Pfade".

Unter diesem Motto stand der XXI. Weltjugendtag am Palmsonntag 2006. Schon fast traditionell finden auch zu diesem Zeitpunkt die Tage des gemeinsamen Lebens (TgL) der Jugend im Gemeindehaus statt. Als Vorbereitung auf das Osterfest haben sich diesmal zwölf Jugendliche gefunden, die unter diesem Thema die TgL miteinander verbringen wollten. Manche hätten vielleicht auch noch gern mitgemacht, konnten aber leider nicht oder andere würden vielleicht nur gern einmal wissen, was man da so treibt. Für all diese ist diese Seite gedacht mit einer kleinen Zusammenfassung dieser Tage.

Mittwoch, 05.04.2006

Los ging es am Mittwoch Abend und da dies auch gleichzeitig der erste Mittwoch im Monat war, fand in der Jugendkirche in Berlin wieder die Stadtjugendmesse statt, also fuhren wir auch zu dieser hin. Wie immer trifft man dort auch andere Jugendliche, die man bei gemeinsamen Aktivitäten im Bistum kennen gelernt hat und so blieben wir nach dem Gottesdienst natürlich noch ein wenig zum Plaudern da. Als wir zurück waren in Brandenburg, war es deshalb auch schon später. Für manche ein Grund gleich ins Bett zu gehen, denn schließlich war ja Schulzeit. Manch anderer allerdings blieb noch mehr oder weniger lange auf.

Donnerstag, 06.04.2006

Wie spät es auch immer wurde, am Donnerstag war für alle Morgengebet und Frühstück um 6.50 Uhr. Am ersten Tag vielleicht ein noch nicht allzu großes Problem. Danach ging es erst einmal auseinander, um mal wieder einen Schultag durchzustehen oder anderen Verpflichtungen nachzugehen. Gegen Nachmittag waren aber die meisten wieder da. Die Zeit für Spiel, Spaß, Schlaf und Hausaufgaben. Thematisch ging es erst nach dem Abendbrot weiter. Das Thema war der katholische Glaube. Was ist typisch katholisch? Kaplan Faustmann leitete diesen Abend und nach einem kurzen Einstieg ging es auch gleich an die fundamentalen Themen heran. Die zehn Gebote, das Apostolische Glaubensbekenntnis, die sieben Werke der Barmherzigkeit,

die sieben Todsünden, die sieben Gaben des Heiligen Geistes, die Kardinaltugenden, die christlichen Grundhaltungen (Glaube, Hoffnung, Liebe) und noch einiges mehr. Kann man all das eigentlich aus der Bibel ableiten? Und in welcher Reihenfolge und Zusammenhang stehen diese Dinge eigentlich? Man kann es schon erahnen, daß ein Abend für dieses Thema nicht ausreicht und so wurde es immer später und es konnten trotzdem nicht alle Fragen abschließend beantwortet werden. Dieses Thema wird deshalb auch wieder aufgegriffen.

Freitag, 07.04.2006

Der Freitag verlief bis zum Abend ähnlich wie der Donnerstag. Am Abend allerdings brachen wir diesmal zum ökumenischen Jugendkreuzweg auf. Gemeinsam mit der evangelischen Jugend aus Brandenburg trafen wir uns in der St. Nikolaikirche um ihn dort zu beten. Dann gingen wir in einer Prozession zur St. Katharinenkirche, wo der Kreuzweg seinen Abschluß fand. In den Räumen der dortigen Jugend gab es anschließend noch etwas zu essen und zu trinken. Manch einer freute sich vielleicht auch alte Bekannte wieder zu treffen mit denen man noch ein wenig reden konnte.

Samstag, 08.04.2006

Samstag gab es dann erst um 8.30 Uhr Frühstück, was allerdings für fast alle nicht bedeutete, länger geschlafen zu haben. Um 10.00 Uhr ging es los. Auf dem Programm stand eine Wallfahrt von Havelberg nach Bad Wilsnack, einem Pilgerzentrum des Mittelalters. Auf dem Weg dorthin kamen wir durch eine unglaublich schön aussehende Havellandschaft.

Vorwiegend verursacht durch das Hochwasser sah man sich weit ausbreitende Seen und überschwemmte Felder. Kurz hinter Havelberg ging es dann zu Fuß weiter. Mit Proviant im Rucksack machten wir uns auf den 15 km langen Pilgerweg. Zwischendurch wurde gebetet und gesungen. Jeder sollte den Weg in einem Anliegen gehen und dabei in Gedanken einen Menschen an seine Seite stellen. Wir passierten dabei einige schöne Dörfer der Prignitz und als wir nach fast 4 Stunden Bad Wilsnack erreichten, konnten wir die Wunderblutkirche besichtigen. Danach ging es wieder zurück nach Brandenburg. Es gab Abendbrot und den Abend vertrieben wir uns durch das Anschauen eines Films und dem Proben der Passion, die wir am Palmsonntag vorlesen wollten.

Sonntag, 09.04.2006

Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände mußte dieses Vorhaben allerdings stark reduziert werden, so daß die Passion in der Palmsonntagsmesse von zwei Jugendlichen gelesen wurde, während dem Rest nur die Rolle zukam jene Bibelstellen vorzutragen, wo mehrer Personen gleichzeitig etwas sagen. Nach der Messe wurde dann, während das Mittag gekocht wurde, bereits begonnen mit dem Aufräumen. Nach dem Mittagessen, an dem auch Pfarrer Rupprecht teilnahm, wurden die letzten Dinge gesäubert.
Am Ende waren sich alle einig, daß es gelungene und schöne Tage des gemeinsamen Lebens waren.

Martin

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